Auf der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig bleibt der Wagen direkt hinter der Diesellok ab sofort gesperrt. Das bestätigte die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) auf Nachfrage von MDR SACHSEN. Sie reagiert damit auf eine Anordnung des Eisenbahnbundesamtes EBA. Grund seien wiederholte Beschwerden von Fahrgästen über Dieselgeruch in den Doppelstockwagen des Regionalexpress auf der Strecke des RE6. In Richtung Leipzig muss der Wagen laut der MRB nicht gesperrt werden, da dort die Lok am Ende den Zug anschiebt.
MRB über Entscheidung überrascht
In einer schriftlichen Stellungnahme zeigt sich die MRB, die zur Transdev Mitteldeutschland GmbH gehört, über die Anordnung des Eisenbahnbundesamtes überrascht. Vergleichbare Dieselloks seien bundesweit ohne Probleme im Einsatz. Außerdem gebe es in den eingesetzten Doppelstockwagen sogenannte Partikelfilteranlage, die für gute Luft im Wagen sorgen soll.
Dieselloks bald ausgedient
Laut der Transdev Mitteldeutschland GmbH dürfte sich das aktuelle Problem bald erledigt haben. Der Einsatz der Doppelstockwagen auf der Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig sei nur eine Behelfslösung. Das Unternehmen habe bereits neue akkubetriebene Triebwägen der Marke Alstrom bestellt. Eigentlich hätten diese bereits im Dezember 2023 in Betrieb genommen werden sollen. Nach Angaben der Transdev wird es noch bis Ende diesen Jahres dauern, bis die neuen Wägen benutzt werden können.